~~Situation der Flüchtlinge bewegt die Menschen.

Hamm.
Viele Menschen in Deutschland nehmen sehr aufmerksam Anteil an dem Schicksal der Flüchtlinge, die in diesen Monaten Deutschland erreichen. Die Hilfsbereitschaft ist groß, aber ist die Koordination von Hilfe und Bedarf in der Kürze der Zeit nicht so leicht. Bisweilen machen auch falsche oder missverständliche Meldungen in den sozialen Netzwerken die Runde.

Dies erlebte am 3.9.2015 auch der Katholische Sozialdienst e.V. In Hamm (KSD).

Der KSD unterstützt und begleitet unbegleitete minderjährige Ausländer, die nach Hamm kommen. In der ersten Klärungsphase werden die Kinder und Jugendlichen in Inobhutnahmestellen oder stationären Einrichtungen der Jugendhilfe untergebracht.
Im späteren Verlauf werden einige wenige von ihnen auch bei Verwandten oder in Pflegefamilien untergebracht und versorgt.

Im Internet kursierten nun die Nachricht, dass der KSD bundesweit für die Vermittlung von 400 unbegleiteten minderjährigen Ausländern zuständig sei. Daraufhin meldeten sich aus der ganzen Republik Menschen, die einen Flüchtling aufnehmen wollen. Dies trifft allerdings in keiner Weise zu.

Richtig ist, dass sich Menschen, die sich ernsthaft die Aufnahme eines Flüchtlings in Hamm oder in der Region um Hamm vorstellen können, beim KSD melden können.

Andere Familien und Personen sollten sich an die örtlichen Jugendämter und die örtlichen Flüchtlingsberatungstellen und die Wohlfahrtsverbände wenden.

Nicht richtig ist, dass es für die Aufnahme eines Jugendlichen eine Prämie gibt.

Aufgrund der oben genannten Nachricht war die Telefonanlage und der Mailserver des KSD zeitweilig überlastet und es konnten nicht alle Anfragen angenommen und beantwortet werden. Dafür bittet der KSD um Verständnis.

"Wir freuen uns über das Engagement in Deutschland", so Andreas Thiemann, Geschäftsführer des KSD, "und hoffen, dass wir unseren Teil dazu beitragen können, die Hilfen zu koordinieren."

Pflegefamilie – eine Aufgabe für Sie...?


Wenn Sie dieser Satz anspricht, können Sie sich auf unseren Seiten grundlegend über alles Wissenswerte zum Thema Pflegekinder beim Katholischen Sozialdienst informieren.

Sie erfahren

  • in welchen unterschiedlichen Lebensformen man mit Pflegekindern zusammen leben kann
  • was wir als KSD den Pflegeeltern bieten
  • welche Fachkräfte in unserem Team Ihnen dafür zur Verfügung stehen.

Sie können außerdem aktuelle Veranstaltungshinweise nachlesen.

Grundsätzlich ist der Bedarf an Pflegefamilien in Hamm und Werne sehr hoch. Die Kinder, die zur Vermittlung anstehen, sind derzeit meist mindestens drei Jahre alt und/oder  bringen einen besonderen Förderbedarf mit. Da jedes der Kinder anders ist und eine eigene Geschichte hat, können wir sie nur immer wieder beispielhaft kurz vorstellen.

Wir bemühen uns, für außergewöhnliche Kinder sehr individuelle Hilfen zu entwickeln und suchen dafür besondere Menschen als Pflegeeltern, die sich durch persönliche und/oder fachliche Kompetenz für die Aufnahme eines Pflegekindes qualifizieren. Die Motivation, sich für die Aufnahme eines Pflegekindes zu entscheiden, kann sicher sehr unterschiedlich sein. Z. B. ist der eigene unerfüllte Kinderwunsch ebenso vorstellbar wie die Idee, Beruf und Familie miteinander zu verbinden.

Wir gehen davon aus, dass jeder Mensch das Recht hat, seine Wurzeln zu kennen. Zur Ausbildung der eigenen Identität und zur Verarbeitung der eigenen Biographie ist es wichtig, auf unterschiedliche Art und Weise Kontakt zur eigenen Biographie zu haben und zu behalten. Vor diesem Hintergrund arbeiten wir systemisch und beziehen bei Bedarf - neben der Beratung der Kinder und der Pflegefamilien - auch  die Herkunftsfamilien in unsere Arbeit mit ein. Es können direkte Besuchskontakte stattfinden, die von uns begleitet und beraten werden und/oder Biographiearbeit mit dem Kind sowie Beratungsgespräche mit den leiblichen Eltern.

Wenn Sie mehr wissen wollen, lesen Sie weiter!
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